Prince Textreme Beast 98 Tennisschläger - Testbericht

Zusammenfassung
Gesamtergebnis 82
Grundschläge 83
Volley 83
Aufschlag 83
Return 84
Power 85
Kontrolle 78
Manövrierbarkeit 78
Stabilität 86
Komfort 82
Gefühl 82
Topspin 79
Slice 81

So wie ein wildes Tier steckt auch der Prince Textreme Beast 98 voller roher Kraft; Die Herausforderung für unsere Testspieler bestand darin, herauszufinden, wie man sie richtig nutzt. Glücklicherweise ließ sich dieser Schläger dank der 98er Schlagfläche und des 324er Schwunggewichts schnell genug schwingen, um auseichend Spin zu erzeugen, um die Bälle noch innerhalb der Linien aufkommen zu lassen. Und wenn der Spin nicht ganz ausreichte, half das 16x20-Saitenmuster bei der Zielgenauigkeit und der Präzision. Alle unsere Testspieler fanden den Beast 98 ideal, um massive Grundschläge aus dem Hinterfeld zu generieren und das extra Gewicht des schmaler zulaufenden Rahmens ließ sich in eine beeidruckende Stabilität am Netz übertragen. Wenn es eine Schwäche beim Beast 98 gab, dann war es die Manövrierbarkeit, obwohl unsere Testspieler einige Meinungsverschiedenheiten diesbezüglich hatten. Eine Sache steht aber fest; Wenn du ein Spieler bist, der nach etwas mehr Power und einem klaren, reaktionsfreudigen Spielgefühl sucht, dann ist der Beast 98 der nächste Schläger, den du testen solltest!

Vorteile

  • Sehr viel Power und Spin
  • Noch ansprechender als die O Port Version

Nachteile

  • Ist im Punktspiel manchmal schwierig zu kontrollieren

Fazit

Der Beast 98 ist wie gemacht für fortgeschrittene Spieler, um harte, druckvolle Bälle zu generieren.

Spielniveau

Fortgeschrittene und Turnierspieler

Grundschläge - Ergebnis: 83 / 100

Von der Grundline aus lieferte der Beast 98 unseren Testspielern explosiven Spin und ein enormes Tempo, gerade für einen Turnierschläger. Von Anfang an waren sich die TW-Testspieler darin einig, dass der Schläger eine beeindruckende Mischung aus Power und Kontrolle bot, wobei die Power etwas überragte. Die Testspieler konnten ihre Grundschläge mit wenig Aufwand tief im gegnerischen Feld unterbringen. Der Schläger war dabei meist gut zu manövrieren und bot auch eine solide Durchschlagskraft. Chris ging ins Detail und erklärte: " Wenn ich etwas nach vorne kam und einen vollen Schwung durchführte, bekam ich eine Menge Tempo, ohne mich darum sorgen zu müssen, dass der Ball zu weit fliegen würde. Ich mochte das Gefühl und die Kontrolle, die ich mit ihm hatte, was es mir erlaubte, sehr nah an die Linien heran zu schlagen. Das Saitenbett bot mir eine sehr beständige Schlagrückmeldung, was mein Vertrauen in den Schläger weiter verstärkte."

Volley - Ergebnis: 83 / 100

Das direkte und lebendige Spielgefühl des Beast 98 war herausragend beim Spiel am Netz, wo unsere Testspieler entspannt und selbstbewusst agierten und konnten mit dem Schläger die Punkte mit nur einem oder wenigen Schlägen beenden. Die meisten Testspieler konnten mit dem Beast 98 selbst bei schnellen Reaktionsvolleys den Ball noch mühelos platzieren. Er bot dabei auch immer noch genügend Gefühl, um unterschiedlichste Volleys zu spielen, einschließlich kürzere und gewinkelte Volleys, und war dabei auch schön komfortabel. Hannah sagt: "Ich musste meinen Schläger eigentlich nur vor den Körper bringern und meine Volleys waren dann effektiv, präzise und landeten tief im gegnerischen Feld. Ich mochte es sehr, mit dem Beast 98 zu vollieren und in den Punktsituationen brauchte ich keine Bedenken zu haben, mit ihm ans Netz zu kommen."

Aufschlag - Ergebnis: 83 / 100

Es dürfte niemanden überraschen, dass der animalische Beast 98 dafür entwickelt wurde, auch beim Aufschlag für noch mehr Wucht zu sorgen. Die geraden ersten Aufschläge waren bei den Testspielern überaus beliebt, da sie leicht zu generieren waren, obwohl einige Testspieler einen Rückgang der Beständigkeit bemerkten und einige andere sich noch etwas mehr Spin wünschten. Sean bemerkte: "Dieses Ding war wirklich ein Biest bei meinen Aufschlägen. Der enorme Spin und die Power waren hierbei die bestimmenden Themen. Ich denke, mit etwas mehr Übung könnte ich diesen Schläger wirklich effektiv nutzen und meinen Aufschlag tatsächlich zu einer Waffe machen, was er im Allgemeinen leider nicht wirklich ist. Wie bei den meisten Schlägern mit einem dickeren Rahmen habe ich bei meinen Kick-Aufschlägen etwas zu arg gestreut, weil der Rahmen ein wenig hervorstand."

Return - Ergebnis: 84 / 100

Auch bei den Returns war der Prinz Beast 98 eine solide und kraftvolle Waffe, obwohl seine Verlässlichkeit von einigen unserer Testspieler in Frage gestellt wurde. Er lieferte manchmal zu viel Power, sodass sich die Spieltester anpassen mussten, um ihre Gewinnschläge nicht zu überschlagen. TW-Testspielerin Michelle hatte jedoch mit ihrem aggressiven Spielstil Erfolg. Sie sagte: "Als eine Spielerin, die wirklich versucht, schon beim Return eine Aussage zu machen, hat es mir sehr gefallen, wie einfach es war, direkt zu attackieren. Sobald ein schwacher Aufschlag kam, konnte ich sofort aggressiv agieren, um mich in eine offensive Position zu bringen. Ich war beim zweiten Aufschlag grundsätzlich zuversichtlich, dass ich mich durchsetzen und meine Returns präzise setzen könnte. Selbst bei den druckvolleren Erstaufschlägen, die mich nach aussen zwangen, gefiel mir die Stabilität und die Fähigkeit, den Ball so weit zurückzubekommen, dass ich dadurch im Ballwechsel bleiben konnte."

Gesamtergebnis: 82 / 100

Das gefiel uns besonders:

Sean - "Ich fand den Beast 98 vor allem bei jenen Bällen gut, wo ich genügend Zeit hatte, meine eigene Power zu generieren."

Michelle - "Alles in allem ein sehr solider Schläger mit einfach zu generierender Power, Spin und Präzision bei den Grundschlägen. Er war überraschend stabil, wenn ich in die Defensive geriet und mich dabei richtig lang machen musste. Mir gefiel auch das schöne Gefühl am Netz."

Hannah - "Seine stabile, direkte Schlagrückmeldung und die einfache Power sind ideal für offensive Spieler."

Chris - "Ich mochte den Komfort, das Gefühl, die Kontrolle, das Leistungsniveau und die Manövrierbarkeit."

Das gefiel uns nicht so besonders:

Sean - "Es gab einige Situationen, wo ich mir wünschte, dass der Beast 98 etwas weniger Power hätte und dafür etwas wendiger wäre."

Michelle - "Es gab nicht viel, was ich nicht mochte! Ich würde diesen Schläger vielleicht individuell noch mehr an mein Spiel anpassen und ihn ein bisschen kopflastiger machen. Aber ehrlich gesagt denke ich, dass er bereits im Lagerzustand deutlich stabiler ist, als ich es erwartet hatte."

Hannah - "Es war nicht einfach, genügend Spin zu bekommen, um den Ball noch im Feld aufkommen zu lassen. Ich würde ihn nach einigen Gesichtspunkten auch als etwas eindimensional beschreiben."

Chris - "Da gibt es nichts. Dieser Schläger liegt genau in meinem bevorzugten Spezifikationsbereich."

Im Vergleich zu anderen getesteten Schlägern:

Sean - "Ich denke, es ist wichtig, den Beast 98 mit dem Beast O3 98 zu vergleichen. Der solide Rahmen fühlte sich direkter und reaktionsfreudiger an und hatte wahrscheinlich auch mehr Torsionsstabilität und Durchschlagskraft. Der O3 98 war dafür etwas wendiger und hatte eine weichere und gleichmäßigere Reaktion vom Saitenbett. Beide fühlten sich für mich wie moderne Powerschläger an."

Michelle - "Kurz bevor wir diesen Schläger getestet haben, hatten wir den Dunlop Srixon Revo CV 3.0 F Tour Test beendet. Beide Schläger spielten sich für mich sehr ähnlich und sind in einem ähnlichen Spezifikationsbereich wobei der Beast 98 eine Quersaite mehr hat, was mir gefiel. Der Beast 98 lässt sich sogar noch etwas komfortabler spielen. Er hatte ein gutes Gefühl beim Ballkontakt und hatte keine zu starke Vibrationen beim Treffpunkt außerhalb des Sweetspots. Mir haben beide Schläger sehr gefallen."

Hannah - "Verglichen mit ähnlichen modernen Turnierschlägern in diesem Spezifikationsbereich, die ähnlich viel Power und eine solide Schlagrückmeldung haben, würde ich sagen, dass dieser Schläger eher ein klassisches Gefühl hat, weil er nicht so sehr gedämpft ist und er sich oben im Schlägerkopf nur ein wenig voluminöser anfühlt, was Auswirkungen auf die Manövrierbarkeit hat. Verglichen mit dem Beast O3 98 bevorzuge ich das Gefühl und das Feedback bei diesem soliden Rahmen und die Stabilität, die er bietet, ist für seine Kategorie besonders gut. Diese Vorteile kommen besonders am Netz zur Geltung und vor allem auch beim Aufschlag. Neben dem Gefühl würde ich jedoch aufgrund der Spielbarkeit die O3-Version gegenüber diesem massiven Schläger vorziehen. Die Port-Ösen sorgen für mehr Kontrolle und Spin von allen Bereichen des Platzes aus und ich war auch nicht so eingeschränkt in Bezug auf die Schlagauswahl."

Chris - "Der Beast 98 ist vergleichbar mit dem Babolat Pure Strike 16x19, dem Dunlop Srixon Revo CV 3.0 F Tour und dem Yonex EZONE DR 98 Blue. Alle von ihnen haben einen kontrollierteren und gefühlsorientierteren Zugang für einen modernen Turnierschläger."

Die Spielerprofile unserer Testspieler:

Sean: Konterspieler mit einer Semi-Western-Vorhand und einer beidhändigen Rückhand. Derzeit spielt er mit dem Yonex VCORE Pro 97 (310).

Michelle: Grundlinienspielerin mit einer Semi-Western-Vorhand und einer beidhändigen Rückhand. Sie spielt derzeit mit dem Wilson Pro Staff RF 97 Autograph.

Hannah: Open-Level-Spielerin mit einer Semi-Western-Vorhand und beidhändiger Rückhand. Sie spielt derzeit mit dem Babolat Pure Strike 16x19 (Project One7).

Chris: All-Court-Spieler mit einem Full-Western-Vorhandgriff und einer einhändigen Rückhand. Chris verwendet derzeit den Tecnifibre TFlash 300 PS.