Head MxG 1 Tennisschläger - Testbericht
| Grundschläge | 86 |
| Volley | 78 |
| Aufschlag | 82 |
| Return | 78 |
| Power | 84 |
| Kontrolle | 82 |
| Manövrierbarkeit | 87 |
| Stabilität | 79 |
| Komfort | 81 |
| Gefühl | 75 |
| Topspin | 84 |
| Slice | 80 |
Als der Head MxG 3 und der MxG 5 im Jahr 2017 auf den Markt kamen und von einigen der Top-Profis getestet wurden, so wurden sie eher als Turnierschläger bezeichnet, was sich dann später auch bestätigt hat; Genau ein Jahr später ergänzt Head die Schlägerlinie mit dem MxG 1 . Wie die anderen Modelle der MxG-Linie, verfügt auch der MxG 1 über eine spritzgegossene Magnesium-Brücke im Schlägerzentrum, die für eine außergewöhnliche Stabilität sorgt und die wichtigsten Saiten etwas verlängert für eine einfach zu generierende Power. Das Graphene Touch Material im Rahmen sorgt für zusätzlichen Komfort und Vibrationsdämpfung. Die Tennis Warehouse Europe-Testspieler haben sich mit den Testspielern der Schwesterfirmen Tennis Warehouse in den USA und Tennis Only in Australien zusammengetan, um unseren ersten "globalen" Racket-Test zu veranstalten. Mit diesem Format erhält der Schläger eine noch umfassendere Beurteilung, wobei die Testspieler ihn auf unterschiedlichen Oberflächen testeten, darunter Indoor- und Outdoor-Hartplätze sowie Indoor-Omni-Courts und Rasenplätze. Seine hervorragende Manövrierbarkeit war das bestimmende Thema bei unseren Testspielern während der gesamten Testphase, egal ob sie am Netz agierten oder gegneriche Aufschläge returnierten. So überrascht es nicht, dass die Testspieler mit ihren verschiedenen Spielstilen auch unterschiedliche Meinungen über den MxG 1 hatten. Die meisten waren sich jedoch darin einig, dass der Schläger manchmal etwas instabil war und von zusätzlichen Gewichten im Rahmen profitieren könnte. Nach dem einmonatigen Test kamen sie aber zu der Erkenntnis, dass der leicht zu schwingende Head MxG 1 eine gute Mischung aus Power und Kontrolle sowie ein angenehmes Spielgefühl bietet.
Vorteile
- Manövrierbarkeit
- Komfort
- Spin
Nachteile
- Manchmal etwas instabil
Fazit
Der MxG 1 ist sehr wendig und hilft dem Spieler dabei, eine Menge Spin zu erzeugen. Sein Spielkomfort und die gute Balance aus Power und Kontrolle runden diesen beeindruckenden Tennisschläger ab.
Level
Mittel- bis höherklassige Spieler
Grundschläge - Ergebnis: 86 / 100
Unsere Testspieler stellten fest, dass der Head MxG 1 mit seinem guten Mix aus Power und Kontrolle, Spin und einfacher Manövrierbarkeit sich perfekt für die Grundschläge eignet. Während der MxG 1 das kontrollorientierteste Modell dieser Serie ist, bekamen die Testspieler dennoch eine Menge Power beim Spiel von der Grundlinie. Da es auch einfach war, eine hohe Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen, waren die Spieltester in der Lage, sein Spinpotential voll auszunutzen, sodass die Grundschläge nicht zu weit segelten und sehr gute Winkel möglich waren, um den Gegner weit aus dem Feld hinaus zu drängen. Valerie kam nicht umhin, den Schläger zu loben und sagte: "Ich bevorzuge grundsätzlich schnelle, kraftvolle Schläger und deshalb past der Head MxG 1 auch perfekt zu meinem Spielstil. Aufgrund der neuen Technologie hatte ich das Gefühl, dass der Sweetspot größer und der Rahmen stabiler war, was mir dabei half, harte, druckvolle Grundschläge von jeder Position auf dem Platz aus zu schlagen, wobei ich immer noch in der Lage war, den Ball zu kontrollieren und gut zu platzieren. Ich konnte mehr Spin als sonst üblich in meine Grundschläge bringen und den Ball sehr tief schlagen, besonders bei meiner Rückhand." Einige Testspieler waren jedoch der Meinung, dass dem Schläger etwas Masse fehlte und wünschten sich etwas mehr Power und Länge.
Volley - Ergebnis: 78 / 100
Egal ob beim Einzel oder Doppel, unsere Tester waren beeindruckt von dem schnellen Gefühl des MxG 1 am Netz. Der Schläger war leicht in Position zu bringen und die Testspieler genossen es, den Punkt mit einem langen, druckvollen Volley zu beenden. Die Testspieler hatten ein paar unterschiedliche Meinungen im Bezug auf das Gefühl und in den meisten Fällen erhoffte man sich auch etwas mehr Stabilität. Chris gefiel die komfortable Schlagrückmeldung des MxG 1 am Netz und sagt: "Ich erhielt bei den gefühlvollen Yolleys ein sehr giutes Ballgefühl. Der MxG 1 war sehr einfach zu kontrollieren und ich konnte auch aggressiv sein, ohne Angst haben zu müssen, dadurch zu lang zu werden. Wiederum hätte ich gerne etwas mehr Gewicht im Rahmen gehabt, um die Reaktion zu stabilisieren und ein wenig mehr Pepp hinzuzufügen.”
Aufschlag - Ergebnis: 82 / 100
Obwohl die Testspieler zu unterschiedlichen Bewertungen kamen, als es um Leistung und Kontrolle des Head MxG 1 beim Aufschlag ging, stimmten sie darin überein, dass sie von ihm eine gute Schlaggenauigkeit und viel Spin bekamen. Die meisten Testspieler wünschten sich etwas mehr Power, vor allem beim ersten Aufschlag, sodass sie sich stattdessen auf sehr kleine Zielbereiche konzentrieren mussten, um dadurch zusätzliche Punkte zu machen. Marco ist ein hart aufschlagender Linkshänder, der sein komplettes Spinpotential abrufen konnte und erfolgreich mit dem MxG 1 aufschlug. Er sagt: "Ich fand, dass ich einen ziemlich einfachen Zugang zu Spin bekam, vor allem beim Slice- und Kick-Aufschlag. Die Power war ein bisschen schwieriger zu generieren und ich bekam nicht ganz den “Wumms” wie sonst.”
Return - Ergebnis: 78 / 100
In den meisten Fällen funktionierte der MxG 1 gut beim Serve-Return. Wie bei den anderen Schlägen war auch hier die Manövrierfähigkeit ein wichtiger Faktor, da es insgesamt sehr einfach war, den Schläger in Position zu bringen und rechtzeitig am Ball zu sein. Einige Testspieler hatten den größten Erfolg, indem sie ihren Schwung verkürzten und die Returns nur blockten, während andere hingegen einen vollen Schwung benötigen, um die gewünschte Tiefe zu erzielen und den Ballwechsel offensiv zu beginnen. Genau wie bei den anderen Schlägen wünschten sich die Testspieler auch hier etwas mehr Stabilität und Kontrolle, um beim Return maximal effektiv zu sein. Brittany sagt: "Ich hatte keine Probleme, den MxG 1 gegen einen harten Aufschlag in Position zu bringen, weil er so leicht zu schwingen war. Wenn ich meinen Schwung kurz und kompakt hielt, habe ich die besten Ergebnisse erzielt, ich konnte aber auch einen sauberen, langen Return schlagen, um den Ballwechsel gleich aggressiv zu beginnen. Bei einigen Aufschlägen bemerkte ich jedoch, dass sich der Schläger in meiner Hand manchmal etwas verdrehte."
Gesamtergebnis: 82 / 100
Das gefiel uns nicht so besonders:
Brittany - "Ich hätte gerne etwas mehr Masse für eine bessere Stabilität und mehr Durchschlagskraft gehabt. Normalerweise benutze ich kein Overgrip, da dieser Griff aber etwas zu rutschig ist, musste ich mit einem spielen."
Chris - "Der Griff wurde ganz schön glatt, sobald ich anfing zu schwitzen. Er hat auch etwas zu wenig Schwunggewicht für meinen Geschmack."
Valerie - "Ich bin kein großer Fan seines Designs."
Simon - "Dem MxG 1 fehlte es etwas an Kontrolle beim Spiel am Netz und beim Return."
Sara - "Er ist nicht so gut beim Slice und den gefühlvollen Schlägen. Da fehlte es mir etwas an Touch."
Marco - "Der MxG 1 fühlte sich an, als hätte er einen kleinen Sweetspot und war auch nicht so stabil wie ich es möchte."
Im Vergleich zu anderen getesteten Schlägern:
Brittany - "Im Vergleich zum MxG 3 und zum MxG 5 bietet der MxG 1 definitiv das ausgewogenste Verhältnis von Kontrolle und Leistung. Ich fühlte mich mit meinen Schlägen etwas präziser und das überzeugte mich. Andere Schläger mit ähnlichen Spezifikationen wären der Dunlop Srixon Revo CX 2.0, der Tecnifibre TFight DC 300 und der Dunlop Precision 98."
Chris - "Der MxG 1 bietet viel mehr Kontrolle als der MxG 3. Ich konnte die Länge meiner Schläge viel besser steuern. Im Vergleich zu Schlägern wie dem Babolat Pure Drive oder dem Pure Aero hatte ich das Gefühl, dass der MxG 1 ein höheres Schwunggewicht haben müsste, um der Beschleunigung und der Leistung besser zu entsprechen. Ein kleines Gewichtband könnte dieses Problem jedoch leicht beheben."
Valerie - "In den letzten 11 Jahren habe ich immer mit dem gleichen Schläger gespielt, dem Babolat AeroPro Drive Plus / Pure Aero Plus. Ich habe über die Jahre ein paar Schläger getestet, aber keiner kam an meinem Babolat Schläger heran, bis ich den Head MxG 1 getestet habe."
Simon - "Ich würde den MxG 1 mittelstufigen Spielern empfehlen, die gerne mit einem schnellen, offensiven Schläger spielen möchten."
Sara - "Ich bevorzuge meinen eigenen Schläger, den Head Graphene Touch Radical S gegenüber dem Head MxG 1, weil er sich anfühlt, als hätte er einen etwas größeren Sweetspot und mehr Gefühl."
Marco - "Ich finde, der MxG 1 hat ähnliche Eigenschaften wie der Head Graphene Touch Speed MP — insbesondere in Bezug auf die Wendigkeit und die Schlägerkopfgeschwindigkeit."
Die Spielerprofile unserer Testspieler:
Brittany: Eine Open Level Spielerin mit einem Semi-Western Vorhandgriff und einer beidhändigen Rückhand. Momentan spielt sie mit dem Yonex EZONE 100 (300g).
Chris: Ein 4.5 All-Court-Spieler, der derzeit den Tecnifibre TFlash 300 PS spielt. Chris benutzt einen Full-Western-Vorhandgriff, hat einen schnellen Schwung und spielt eine einhändige Rückhand.
Valerie: Open-Level-Spielerin mit einem aggressiven Grundlinienspiel und einer beidhändigen Rückhand. Sie spielt derzeit mit dem Babolat Pure Aero Plus.
Simon: Open-Level Grundlinienspieler mit einer Semi-Western-Vorhand und einer beidhändigen Rückhand. Er spielt derzeit mit dem Wilson Blade 98 18x20.
Marco: Aggressiver Grundlinienspieler mit einer Semi-Western-Vorhand und einer einhändigen Rückhand. Er spielt derzeit mit einem Wilson Blade 98 (16x19) Countervail.
Sara: 5.0 All-Court Spielerin mit einer Semi-Western-Vorhand und einer beidhändigen Rückhand. Derzeit spielt sie mit dem Head Graphene Touch Radical S.
Das gefiel uns besonders:
Brittany - "Ich mochte die Kombination aus Kontrolle und Power sowie die Manövrierbarkeit und sein Spinpotential."
Chris - "Komfort, Gefühl, Kontrolle, Spin und Manövrierbarkeit."
Valerie - "Ich mag am meisten seine Power und die Tatsache, dass der MxG 1 so stabil und leicht zu manövrieren ist, dass ich meine harten Schüsse immer noch kontrollieren kann."
Simon - "Als offensiver Grundlinienspieler mag ich die Möglichkeit, den Ballwechsel mit nur zwei oder drei Schüssen beenden zu können."
Sara - "Mir gefällt, dass dieser Schläger ein wenig mehr Power bei den Grundschlägen und den Returns bietet. Er ist auch großartig für den aggressiven Volley."
Marco - "Dieser Schläger hat eine großartige Manövrierbarkeit und Schlagkontrolle. Es ist einfach, ihn durch den Ball zu peitschen und eine hohe Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen"